Neue Games und zu wenig Speicher? So machst du deinen PC fit für die Gaming-Saison
Neue Games und zu wenig Speicher? So machst du deinen PC fit für die Gaming-Saison
Draußen grau, drinnen Gaming-Paradies? Vorher Speichercheck nicht vergessen!
So wird dein Gaming-Herbst besonders bunt
Auch Gamerinnen und Gamer genießen den Sommer natürlich nicht nur vor dem Bildschirm: Zeit mit Freunden, Grillabende, Festivals oder Ausflüge an den See gehören genauso dazu. Doch sobald die Tage kürzer werden und das Wetter ungemütlicher wird, rückt der heimische Gaming-Platz wieder stärker in den Fokus. Passend dazu beginnt im Herbst traditionell eine spannende Zeit für neue Games, Erweiterungen und große Updates. Damit steigt jedoch oft auch der Bedarf an Speicherplatz und Performance. Wenn der PC ausgerechnet jetzt an seine Grenzen stößt, kann das die Vorfreude schnell bremsen. Bevor du also deine Lieblingsspiele deinstallierst, lohnt sich ein Blick auf deinen Speicher. Mit einer passenden Gaming-SSD lässt sich dein Gaming-PC häufig unkompliziert aufrüsten. So schaffst du mehr Platz für neue Titel und profitierst zugleich von kürzeren Ladezeiten sowie schnelleren Systemreaktionen.
1 TB oder 2 TB: Wie viel Speicher braucht ein Gaming-PC?
Eine der häufigsten Fragen beim Gaming-PC aufrüsten lautet: Wie viel SSD-Speicher brauche ich eigentlich? Die unbefriedigende, aber richtige Antwort lautet: Kommt drauf an. Wer hauptsächlich einige wenige Games spielt und nach dem Durchspielen konsequent deinstalliert, kann mit 1 TB gut auskommen. Wer dagegen seine halbe Spielebibliothek jederzeit griffbereit haben möchte, regelmäßig große AAA-Titel installiert, Mods sammelt oder Gameplay aufzeichnet, fährt mit 2 TB deutlich besser. Dabei darfst du Windows, Programme, Screenshots, Videos und die üblichen „Die Datei brauche ich bestimmt noch“-Altlasten nicht vergessen. Außerdem benötigen Updates und Installationen zusätzlichen freien Platz. Eine bis zum letzten Gigabyte vollgestopfte SSD ist deshalb kein besonders cleveres Speicher-Management.
SSD oder HDD fürs Gaming?
„Brauche ich für Gaming wirklich eine SSD oder reicht eine HDD?“ Eine klassische Festplatte kann weiterhin sinnvoll sein – beispielsweise als günstiger Massenspeicher für Videos, Screenshots, Backups oder andere Dateien. Für Windows und deine regelmäßig gespielten Games ist eine SSD inzwischen jedoch die deutlich effektivere Wahl. Der Grund liegt vor allem in den Zugriffszeiten. Eine SSD besitzt keine mechanisch arbeitenden Magnetscheiben und kann Daten wesentlich schneller bereitstellen. Spiele starten schneller, Level laden flotter und große Datenmengen stehen dem System schneller zur Verfügung. Heißt das, eine SSD zaubert automatisch mehr FPS auf den Monitor? Nein. Deine Grafikkarte wirft nicht plötzlich Konfetti und produziert 30 zusätzliche Frames, nur weil eine neue SSD eingezogen ist. Eine schnelle SSD kann aber Ladezeiten verkürzen und bei Spielen, die große Datenmengen laufend nachladen, zu einem flüssigeren Gesamterlebnis beitragen.
SATA? M.2? NVMe…?
Einmal Technik-Kauderwelsch entwirren, bitte! Bei SSDs werden einige Begriffe gern durcheinandergeworfen. Dabei beschreiben sie unterschiedliche Dinge:
- SATA ist eine ältere Schnittstelle zur Datenübertragung. SATA-SSDs gibt es meist im 2,5-Zoll-Format, teilweise aber auch als M.2-SSD. Sie sind deutlich schneller als klassische Festplatten, aber langsamer als moderne NVMe-SSDs.
- M.2 bezeichnet dagegen vor allem die kompakte Bauform und den passenden Steckplatz auf dem Mainboard. Wichtig: Nicht jede M.2-SSD ist automatisch eine NVMe-SSD.
- PCI Express, kurz PCIe, ist die schnelle Datenverbindung zwischen Mainboard und Komponenten. Darüber kommunizieren zum Beispiel Grafikkarten und moderne SSDs.
- NVMe ist schließlich das speziell für schnelle SSDs entwickelte Übertragungsprotokoll. Eine typische aktuelle Gaming-SSD ist deshalb eine M.2-NVMe-SSD, die über PCIe 4.0 oder PCIe 5.0 angebunden wird.
- Also M.2 ist die Bauform, PCIe die schnelle Verbindung und NVMe die Art, wie die SSD darüber kommuniziert. Und nein: Die gigantischen Unterschiede auf dem Datenblatt bedeuten nicht, dass jedes Game auf einer NVMe-SSD siebenmal schneller lädt als auf einer SATA-SSD. Spiele, CPU, Datenkompression und weitere Komponenten mischen da ebenfalls kräftig mit. Eine schnelle NVMe-SSD bietet aber deutlich mehr Bandbreite und passt besser zu modernen Speichertechnologien.
Schnell rein ins Game mit WD_BLACK SN850X mit 1 TB

Wenn du deinen Gaming-PC Speicher erweitern möchtest und 1 TB zusätzlichen Platz suchst, ist die WD_BLACK SN850X NVMe SSD 1 TB eine leistungsstarke Option. Die M.2-2280-SSD nutzt PCIe 4.0 x4 und erreicht laut Hersteller beziehungsweise Produktdaten bis zu 7.300 MB/s beim Lesen und 6.300 MB/s beim Schreiben. Western Digital richtet die SN850X explizit auf Gaming aus, so wird unter anderem DirectStorage unterstützt. Das macht sie interessant, wenn dein PC grundsätzlich gut ausgestattet ist, der vorhandene Speicher aber langsam zum Nadelöhr wird. Besonders praktisch: M.2-SSDs verschwinden direkt auf dem Mainboard. Kein zusätzliches Laufwerk im Gehäuse, keine Extrakabel – Speicher rein, einrichten, weiterspielen.
2 TB und endlich Schluss mit dem Spiele-Tetris
Du kennst das Spiel: Game A löschen, damit Game B installiert werden kann. Zwei Wochen später will die Crew wieder Game A spielen. Also B runter, A rauf. Und irgendwo im Hintergrund lacht deine Internetleitung hämisch. Wenn dir dieses Spiele-Tetris bekannt vorkommt, ist der Sprung auf 2 TB durchaus verlockend.
Die Lexar NM790 2 TB bietet genau diesen zusätzlichen Platz. Die M.2-2280-NVMe-SSD arbeitet über PCIe 4.0 x4 und erreicht laut Produktangaben bis zu 7.400 MB/s beim Lesen und 6.500 MB/s beim Schreiben. 2 TB sind besonders angenehm, wenn du mehrere große Games parallel installiert lassen möchtest oder dein Rechner neben Gaming auch für Videos, Streaming oder andere speicherintensive Aufgaben herhalten muss. Dann ist „Welches Spiel muss heute sterben?“ endlich keine regelmäßig wiederkehrende Systemmeldung mehr.
Kein M.2-Platz mehr? Der Speicher kann auch draußen wohnen
Vielleicht möchtest du aber gar nicht am Mainboard herumschrauben. Oder sämtliche M.2-Slots sind bereits belegt. Auch dann musst du deine Game-Bibliothek nicht zum Survival-Spiel erklären. Eine externe SSD kann zusätzlichen schnellen Speicher bereitstellen und lässt sich außerdem bequem zwischen Geräten transportieren. Die ASUS TUF Gaming AS2000 PLUS mit 2 TB wird über USB 3.2 Gen 2x2 beziehungsweise USB-C angeschlossen und unterstützt eine Schnittstellenbandbreite von bis zu 20 Gbit/s. Das robuste externe Laufwerk ist zudem mit PlayStation und Xbox kompatibel. Für PC-Gamer ist so eine externe SSD beispielsweise praktisch für eine zusätzliche Spielebibliothek, große Downloads oder Dateien, die nicht dauerhaft die interne SSD blockieren sollen.
Kann ich eine M.2-SSD selbst einbauen?
Meistens: ja. Und überraschend unspektakulär ist es auch noch. Bevor du deine neue M.2 SSD einbaust, solltest du allerdings im Handbuch deines Mainboards nachsehen, welche M.2-Slots vorhanden sind und welche PCIe-Generation sie unterstützen. Je nach Mainboard können bestimmte Slots außerdem Anschlüsse oder PCIe-Lanes mit anderen Komponenten teilen.
Der eigentliche Einbau ist vergleichsweise simpel:
PC ausschalten und vom Strom trennen, Gehäuse öffnen, M.2-Steckplatz suchen, SSD einsetzen und befestigen. Viele Mainboards besitzen bereits eigene M.2-Kühlkörper. Intel weist ebenfalls darauf hin, vor der Installation die Belegung und Möglichkeiten der vorhandenen M.2-Slots im Mainboard-Handbuch zu prüfen.
Hat dein Board keine passende Kühlung, kann beispielsweise der be quiet! MC1 Pro SSD-Kühler eine Ergänzung sein. Er ist für ein- und beidseitig bestückte M.2-2280-Module geeignet und nutzt eine integrierte Heatpipe, um die SSD-Temperatur bei längerer Belastung niedrig zu halten.
Fazit: Mach den Speichercheck, bevor der Download-Wahnsinn beginnt
Die dunkle Jahreszeit kommt. Neue Games kommen. Updates kommen sowieso immer dann, wenn du eigentlich sofort losspielen wolltest. Aber ein Speicherproblem muss dich dagegen nicht eiskalt erwischen. Schau deshalb vor der nächsten großen Gaming-Session einmal nach, wie viel Platz dein PC tatsächlich noch hat. Reicht die vorhandene SSD für deine Spielebibliothek? Hat dein Mainboard noch einen freien M.2-Steckplatz? Soll es 1 TB zusätzlicher Speicher sein oder ist 2 TB angesichts deines notorischen Nicht-löschen-Könnens möglicherweise die praktikablere Lösung? Eine NVMe SSD fürs Gaming macht aus einer mittelmäßigen Grafikkarte keine High-End-GPU und schenkt dir auch nicht magisch mehr FPS. Sie sorgt aber dafür, dass dein Gaming-PC Daten schnell bereitstellen kann – und mit ausreichend Kapazität verschwindet vor allem einer der nervigsten Gegner „Nicht genügend Speicherplatz.“